Dennis Masur - Autor & Webdesigner

Social-Media-Ratgeber · Preischeck 2026

Was Social Media Marketing 2026 kostet: der transparente Preischeck

Social Media Betreuung kann 99 Euro oder mehrere Tausend Euro im Monat kosten. Die Zahl allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, welche Arbeit enthalten ist, wie Inhalte entstehen und was zusätzlich berechnet wird.

Wenn Du Preise für Social Media Marketing vergleichst, findest Du sehr unterschiedliche Modelle. Manche Angebote bestehen hauptsächlich aus Vorlagen und bereitgestelltem Material. Andere enthalten Strategie, Redaktionsplanung, eigene Fotoaufnahmen, Videoschnitt, Veröffentlichung, Community Management und laufende Optimierung.

Ein günstiges Paket kann deshalb genau richtig sein. Es kann aber auch zu klein für Dein Ziel sein. Ein teures Paket ist ebenfalls nicht automatisch besser. Es muss zu Deinem Unternehmen, Deinen vorhandenen Inhalten und Deinem tatsächlichen Aufwand passen.

Dieser Preischeck ordnet öffentlich sichtbare Angebote ein. Er nennt keine Anbieter, erstellt keine Rangliste und bewertet keine fremde Arbeit. Sein Ziel ist eine nachvollziehbare Orientierung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Untersucht wurden 20 öffentlich auffindbare Preisangebote deutschsprachiger Anbieter.
  • Der niedrigste sichtbare monatliche Einstieg lag bei 99 Euro, der höchste bei 1.990 Euro.
  • Der Median der sichtbaren Einstiegspreise lag bei rund 500 Euro pro Monat.
  • Die mittleren 50 Prozent der Einstiegspreise lagen ungefähr zwischen 319 und 690 Euro.
  • Die Stichprobe ist keine repräsentative Marktstudie. Sie zeigt nur Anbieter, die Preise öffentlich nennen und über eine gezielte Preissuche gefunden wurden.
  • Nettoangaben und Endpreise wurden nicht künstlich gleichgerechnet. Deshalb müssen Steuern und Zusatzkosten bei jedem Angebot einzeln geprüft werden.
  • Werbebudget, Produktion vor Ort, Darsteller, Reisekosten und zusätzliche Plattformen sind häufig nicht vollständig im Grundpreis enthalten.

So wurde der Preischeck erstellt

Für die Auswertung wurden 20 öffentlich erreichbare Angebotsseiten von Freelancern, Studios und Agenturen betrachtet. Erfasst wurde jeweils der niedrigste klar erkennbare monatliche Einstiegspreis für laufende Social Media Betreuung. Einmalige Strategieleistungen, reine Anzeigenbetreuung und einzelne Videos wurden nicht als Monatseinstieg gewertet.

Die Recherche wurde gezielt auf Seiten mit sichtbaren Preisen ausgerichtet. Genau deshalb lässt sich aus dieser Stichprobe nicht ableiten, welcher Anteil aller Anbieter Preise veröffentlicht oder verschweigt.

Auch die Leistungspakete sind nicht identisch. Einige Angebote verlangen vorhandenes Bildmaterial. Andere erstellen Grafiken, Texte oder Videos selbst. Manche betreuen nur eine Plattform. Andere verteilen Inhalte auf mehrere Kanäle. Der Preisvergleich zeigt deshalb eine Größenordnung und keine direkte Qualitätsrangliste.

Die Ergebnisse des öffentlichen Preischecks

KennzahlErgebnis
Untersuchte öffentliche Preisangebote20
Niedrigster sichtbarer Monatseinstieg99 Euro
Höchster sichtbarer Monatseinstieg1.990 Euro
Median der Einstiegspreiserund 500 Euro
Mittlere 50 Prozentrund 319 bis 690 Euro
Stand der Erhebung11. September 2026

Der Median bedeutet: Die Hälfte der erfassten Einstiegspreise lag unter rund 500 Euro, die andere Hälfte darüber. Er ist für diese kleine und ungleichartige Stichprobe aussagekräftiger als ein Durchschnitt, der durch besonders hohe oder niedrige Angebote stark verschoben werden kann.

Die sichtbare Spanne von 99 bis 1.990 Euro zeigt vor allem eines: Unter dem Begriff Social Media Betreuung werden sehr verschiedene Leistungen verkauft.

Warum 99 Euro nicht mit 1.990 Euro vergleichbar sind

Vorhandenes Material oder eigene Produktion

Wenn Du Fotos, Videos und Themen vollständig bereitstellst, kann ein Anbieter daraus vergleichsweise effizient Beiträge erstellen. Muss das Material zuerst geplant, aufgenommen, gesprochen, animiert oder geschnitten werden, steigt der Aufwand deutlich.

Ein Kanal oder mehrere Plattformen

Ein Beitrag kann technisch auf mehreren Plattformen veröffentlicht werden. Eine echte Anpassung benötigt jedoch zusätzliche Arbeit. Einstieg, Format, Text, Musik, Vorschaubild, Verlinkungen und Handlungsaufforderung können sich je nach Plattform unterscheiden.

Grafiken oder kurze Videos

Eine Grafik aus einer bestehenden Vorlage ist meist schneller erstellt als ein individuelles Reel mit Konzept, Aufnahme, Schnitt, Untertiteln, Musik und mehreren Korrekturen. Die reine Anzahl der Veröffentlichungen sagt deshalb noch nichts über den Produktionsaufwand aus.

Planung oder reine Ausführung

Ein Redaktionsplan mit Themenrecherche, Zielsetzung und Auswertung ist etwas anderes als das Veröffentlichen bereits fertiger Inhalte. Strategiearbeit bleibt oft unsichtbar, entscheidet aber mit darüber, ob Beiträge zueinander passen.

Community Management

Kommentare, Nachrichten und Moderation benötigen Zeit. Prüfe, ob diese Arbeit enthalten ist, wie häufig das Konto kontrolliert wird und welche Antworten vorher abgestimmt werden müssen.

Freigaben und Korrekturen

Ein klarer Freigabeprozess spart auf beiden Seiten Zeit. Manche Pakete enthalten eine Korrekturrunde, andere mehrere. Häufige spontane Änderungen können den tatsächlichen Aufwand stark erhöhen.

Was unterschiedliche Budgets leisten können

Die folgenden Bereiche sind eine Orientierung aus den öffentlich untersuchten Angeboten. Sie sind keine allgemeingültige Marktpreisliste und kein Versprechen für einen bestimmten Leistungsumfang.

Monatlicher BereichTypischer möglicher Schwerpunkt
Bis etwa 350 EuroVorlagenbasierte Inhalte, geringe Anzahl, bereitgestelltes Material oder stark standardisierter Ablauf
Etwa 350 bis 700 EuroEin Kanal, regelmäßige Beiträge, Texte und Gestaltung, teilweise Story Inhalte oder einfache Auswertung
Etwa 700 bis 1.500 EuroMehr Inhalte, ein bis zwei Plattformen, erste Kurzvideos, Kontopflege, Auswertung und Strategiegespräch
Etwa 1.500 bis 3.000 EuroHöhere Produktionsdichte, mehr eigene Videoarbeit, Community Management oder umfassendere Kampagnenplanung
Über 3.000 EuroMehrere Plattformen, regelmäßige Produktion, umfangreiche Kampagnen, Teams oder zusätzliche Werbeleistungen

Ein einzelnes Angebot kann deutlich von dieser Orientierung abweichen. Entscheidend bleibt die konkrete Leistungsbeschreibung.

Der Stundensatz hinter einem Paket

Ein Monatspaket wirkt zunächst wie eine feste Menge an Beiträgen. Tatsächlich enthält es viele einzelne Arbeitsphasen: Abstimmung, Recherche, Planung, Text, Gestaltung, Schnitt, Freigabe, Veröffentlichung, Auswertung und Verwaltung.

Der Freelancer Kompass 2026 nennt für das Fachgebiet Marketing und Kommunikation im deutschsprachigen Raum einen durchschnittlichen Stundensatz von 94 Euro. Die Studie basiert auf 5.412 befragten Freelancern, Freiberuflern und Selbstständigen. Dieser Wert ist keine Social Media Preisliste. Er hilft aber dabei, den Zeitwert hinter einem Paket realistischer einzuschätzen.

Ein Paket für 449 Euro kann bei einem rechnerischen Satz von 94 Euro ungefähr 4,8 Arbeitsstunden finanzieren, bevor Software, Verwaltung, Ausfallzeiten und weitere Betriebskosten betrachtet werden. Das erklärt, warum ein kleines Paket klare Grenzen braucht.

Was häufig zusätzlich berechnet wird

  • Werbebudget für Meta TikTok Google oder YouTube
  • Einrichtung von Werbekonten und Messsystemen
  • Fotoaufnahmen oder Videodrehs vor Ort
  • Reisezeit und Reisekosten
  • Models Sprecher oder zusätzliche Produktionsteams
  • Lizenzen für Musik Stockmaterial oder besondere Werkzeuge
  • zusätzliche Plattformen
  • mehr Veröffentlichungen als im Paket vorgesehen
  • umfangreiche Community Betreuung
  • kurzfristige Änderungen außerhalb des vereinbarten Ablaufs

Frage vor der Beauftragung ausdrücklich nach diesen Punkten. Ein transparenter Grundpreis ist hilfreich. Vollständige Klarheit entsteht erst durch den beschriebenen Leistungsumfang.

Warum das Werbebudget getrennt gehört

Organische Betreuung und bezahlte Werbung sind zwei unterschiedliche Kostenblöcke. Die Betreuung bezahlt Planung, Erstellung und Steuerung. Das Werbebudget wird direkt oder indirekt für die Ausspielung der Anzeigen eingesetzt.

Ein Paket kann Anzeigen vorbereiten, ohne das eigentliche Werbebudget zu enthalten. Umgekehrt bringt ein hohes Anzeigenbudget wenig, wenn Angebot, Zielseite oder Inhalte nicht überzeugen.

Lass Dir deshalb getrennt zeigen: Betreuungskosten, Produktionskosten, Werbebudget und mögliche technische Zusatzkosten.

Nettoangabe und Endpreis richtig lesen

Bei Geschäftskunden werden Preise häufig netto angegeben. Dann kommt die gesetzliche Umsatzsteuer hinzu. Kleinunternehmer können Endpreise ohne ausgewiesene Umsatzsteuer nennen. Für einen fairen Vergleich musst Du deshalb prüfen, welcher Betrag am Ende tatsächlich berechnet wird.

Meine Preise sind Endpreise. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG kommt keine Umsatzsteuer hinzu.

Meine öffentlich sichtbaren Preise

Auf meiner Website findest Du die Preise und den enthaltenen Leistungsrahmen offen. Der endgültige Umfang wird vor dem Start gemeinsam geklärt.

LeistungPreisEnthaltene Richtung
Social Media Strategie449 Euro einmaligZiele, Zielgruppe, Plattformwahl, Content Säulen, Redaktionsplan, Formate, Messgrößen und Übergabe
Social Starter449 Euro monatlich4 Beiträge, 4 Story Inhalte, Planung, Texte, Design, Veröffentlichung auf einer Plattform und Monatsübersicht
Social Business749 Euro monatlich8 Beiträge, 8 Story Inhalte, 2 Reels oder Shorts, Betreuung auf ein bis zwei Plattformen, Auswertung und Strategiegespräch
Social Premium1.090 Euro monatlich12 Beiträge, 12 Story Inhalte, 4 Reels oder Shorts, zwei Plattformen, Kampagnenplanung, Community Management und Optimierung
Content und Betreuungab 690 Euro monatlichKombination aus Content Produktion und laufender Betreuung nach vereinbartem Umfang

Das Werbebudget ist bei allen Modellen getrennt. So bleibt sichtbar, welcher Betrag in die Arbeit und welcher in die bezahlte Reichweite fließt.

Wie meine Preise in der Stichprobe liegen

Der Einstiegspreis von 449 Euro liegt in der untersuchten Stichprobe etwas unter dem Median von rund 500 Euro und innerhalb des zentralen Preisbereichs. Das bedeutet nicht automatisch, dass mein Angebot günstiger oder besser als jedes andere ist. Es zeigt lediglich, dass der sichtbare Einstieg in einer nachvollziehbaren Größenordnung liegt.

Social Business mit 749 Euro und Social Premium mit 1.090 Euro liegen oberhalb des sichtbaren Einstiegs vieler kleiner Pakete. Dafür enthalten sie mehr Veröffentlichungen, Kurzvideos, Betreuung, Auswertung und je nach Paket mehrere Plattformen oder Community Management.

Weil viele untersuchte Anbieter Nettopreise zeigen, kann ein direkter Vergleich ohne Steuerprüfung täuschen. Meine genannten Beträge sind Endpreise.

Zwölf Fragen vor der Beauftragung

  1. Wie viele Beiträge Stories und Kurzvideos sind enthalten?
  2. Wer liefert Fotos Videos und fachliche Informationen?
  3. Werden Inhalte individuell erstellt oder aus Vorlagen zusammengesetzt?
  4. Für wie viele Plattformen gilt der Preis?
  5. Wer veröffentlicht die Inhalte?
  6. Wie viele Korrekturrunden sind vorgesehen?
  7. Ist Community Management enthalten?
  8. Welche Auswertung erhalte ich?
  9. Gibt es ein Strategiegespräch?
  10. Welche Zusatzkosten können entstehen?
  11. Ist der genannte Betrag netto oder ein Endpreis?
  12. Welche Aufgaben bleiben bei mir?

Woran Du ein passendes Angebot erkennst

  • Der Leistungsumfang ist verständlich beschrieben.
  • Zusatzkosten werden vorab benannt.
  • Es ist klar, wer Inhalte und Ausgangsmaterial liefert.
  • Ziele und Messgrößen werden gemeinsam festgelegt.
  • Freigaben und Reaktionszeiten sind geregelt.
  • Es gibt keine garantierten Versprechen für Reichweite Follower oder Verkäufe.
  • Das Paket kann angepasst oder ehrlich abgelehnt werden, wenn es nicht zu Deinem Bedarf passt.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet Social Media Betreuung pro Monat?

In der untersuchten öffentlichen Stichprobe lagen die sichtbaren Einstiegspreise zwischen 99 und 1.990 Euro. Der Median lag bei rund 500 Euro. Der tatsächliche Preis hängt stark von Inhalt, Menge, Plattformen und Produktion ab.

Warum sind manche Pakete so günstig?

Niedrige Preise können durch Vorlagen, bereitgestelltes Material, wenige Inhalte, Automatisierung oder einen sehr eng begrenzten Umfang möglich werden. Das kann passen, wenn genau dieser Rahmen benötigt wird.

Ist ein teures Paket automatisch besser?

Nein. Es kann mehr Arbeit enthalten, muss aber trotzdem zu Deinem Ziel und Deiner Arbeitsweise passen. Prüfe Leistung, Qualität, Zuständigkeit und Zusammenarbeit.

Ist das Werbebudget im Monatspreis enthalten?

Häufig nicht. Betreuung und Werbebudget sollten getrennt ausgewiesen werden.

Brauche ich sofort mehrere Plattformen?

Nicht unbedingt. Ein gut geführter Hauptkanal kann sinnvoller sein als mehrere halb gepflegte Profile.

Kann Social Media feste Ergebnisse garantieren?

Nein. Gute Arbeit kann die Voraussetzungen verbessern. Reichweite, Follower, Anfragen und Verkäufe hängen zusätzlich von Angebot, Wettbewerb, Plattform, Zielgruppe und Reaktion der Nutzer ab.

Fazit Ein Preis wird erst durch seinen Inhalt verständlich

Social Media Marketing hat keinen einzigen richtigen Monatspreis. Ein kleines Unternehmen mit vorhandenem Material braucht etwas anderes als eine Marke, die jede Woche neue Videos produziert, Kommentare betreut und Kampagnen auf mehreren Plattformen steuert.

Der öffentliche Preischeck zeigt einen sichtbaren Einstiegsschwerpunkt um rund 500 Euro. Er zeigt zugleich, wie weit die Angebote auseinanderliegen. Deshalb ist die wichtigste Frage nicht nur, was ein Paket kostet. Die wichtigere Frage lautet, welche Arbeit enthalten ist und welche Verantwortung bei Dir bleibt.

Transparenz bedeutet für mich, Preise offen zu nennen, Grenzen zu erklären und Zusatzkosten nicht hinter einer Anfrage zu verstecken.

Quellen und Methodik

Die Preise wurden am 11. September 2026 auf öffentlich erreichbaren Angebotsseiten geprüft. Erfasst wurde der niedrigste klar sichtbare Monatseinstieg für laufende Betreuung. Die Stichprobe ist gezielt preisoffen und nicht repräsentativ. Anbieter werden im Artikel nicht namentlich verglichen.

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