Wer eine Website erstellen lassen möchte, findet im Internet Preise von unter 100 Euro bis weit über 20.000 Euro. Gleichzeitig nennen viele Webdesigner und Agenturen überhaupt keinen konkreten Betrag. Was kostet eine Unternehmenswebsite also wirklich und wie lassen sich Angebote sinnvoll vergleichen?
Für diesen Ratgeber haben wir 501 öffentlich auffindbare Websites von Agenturen, Freelancern und anderen Webdesign-Anbietern erfasst. Nach der Bereinigung blieben 477 relevante Anbieter-Websites übrig. Das Ergebnis zeigt: Nur rund 43 Prozent veröffentlichten mindestens einen eigenen Zahlenpreis. Bei rund 57 Prozent war kein direkt vergleichbarer eigener Projektpreis sichtbar.
Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Frag nicht nur nach dem Preis. Frag genau, welche Leistungen, Rechte und laufenden Kosten darin enthalten sind.
Das Wichtigste in Kürze
- Öffentliche Einstiegspreise für Websites beginnen teilweise unter 500 Euro.
- Bei den vergleichbaren Einmalangeboten lag der öffentlich beworbene Einstiegspreis in der Mitte der Stichprobe bei rund 800 Euro.
- Die mittleren 50 Prozent der ausgewerteten Einstiegspreise lagen ungefähr zwischen 400 und 1.500 Euro.
- Öffentlich beworbene Website-Abos starteten häufig zwischen 30 und 99 Euro pro Monat.
- Diese Zahlen sind keine durchschnittlichen Endpreise, sondern zeigen lediglich die niedrigsten öffentlich beworbenen Einstiegsangebote.
- Nur etwa jede vierte geprüfte Anbieter-Website zeigte mehrere konkrete Preise oder Pakete.
- Texte, individuelles Design, Suchmaschinenoptimierung, Wartung, Lizenzen und zusätzliche Funktionen können den Endpreis deutlich verändern.
So wurde der Preischeck durchgeführt
Für die Untersuchung wurden 180 geografisch und thematisch unterschiedliche Suchanfragen verwendet. Berücksichtigt wurden Anbieter aus Großstädten, kleineren Städten und verschiedenen Regionen Deutschlands. Die Stichprobe enthält sowohl Agenturen als auch Freelancer, WordPress-Spezialisten, Anbieter von Website-Abos und Webdesign-Dienstleister mit Festpreispaketen.
Insgesamt wurden 501 unterschiedliche Anbieter-Domains erfasst. 24 Treffer wurden ausgeschlossen, weil sie nicht eindeutig als Webdesign-Anbieter einzuordnen oder für den Vergleich nicht relevant waren. Die bereinigte Stichprobe umfasst damit 477 Anbieter-Websites.
Von diesen 477 Seiten konnten 350 direkt ausgelesen werden. Bei 127 Seiten wurde die öffentlich indexierte Darstellung der jeweiligen Angebots- oder Preisseite ausgewertet, weil sich die Seite technisch nicht vollständig abrufen ließ.
Ein Preis galt nur dann als eigener öffentlich sichtbarer Preis, wenn ein Eurobetrag unmittelbar mit einem Website-, Homepage-, Onepager- oder Webdesign-Angebot verbunden war. Allgemeine Aussagen wie „Websites kosten zwischen 2.000 und 10.000 Euro“ wurden getrennt von eigenen Angebotspreisen erfasst.
Wir haben keine Kontaktformulare ausgefüllt, keine Beratungstermine gebucht und keine individuellen Angebote angefordert. Untersucht wurde ausschließlich, welche Informationen Interessenten ohne vorherige Kontaktaufnahme erhalten.
Die Erhebung ist eine breite Marktstichprobe, aber keine wissenschaftlich repräsentative Vollerhebung. Suchmaschinen bevorzugen gut auffindbare und suchmaschinenoptimierte Seiten. Außerdem können Anbieter ihre Preise jederzeit ändern. Alle Ergebnisse beziehen sich auf den Stand vom 8. August 2026.
Wie transparent sind Webdesign-Preise im Internet?
| Öffentlich sichtbare Preisangabe | Anzahl | Anteil |
|---|---|---|
| Mehrere eigene Preise oder Pakete sichtbar | 120 | 25,2 % |
| Ein einzelner eigener Einstiegspreis sichtbar | 84 | 17,6 % |
| Nur allgemeine Preisorientierung, kein eigener Projektpreis | 35 | 7,3 % |
| Preis erst nach Anfrage oder Beratung | 14 | 2,9 % |
| Kein konkreter Preis auf der geprüften Seite erkennbar | 224 | 47,0 % |
| Gesamt | 477 | 100 % |
Damit veröffentlichten 204 von 477 Anbietern mindestens einen eigenen Zahlenpreis. Das entspricht rund 43 Prozent. Bei 273 Anbietern, also rund 57 Prozent, fehlte ein direkt vergleichbarer eigener Projektpreis.
Das bedeutet nicht automatisch, dass diese Anbieter intransparent oder unseriös arbeiten. Individuelle Projekte lassen sich tatsächlich nicht immer auf einen einzigen Festpreis reduzieren. Für dich bleibt die Folge jedoch gleich: Du musst Zeit und häufig auch Kontaktdaten investieren, bevor du einschätzen kannst, ob ein Anbieter überhaupt zu deinem Budget passt.
Warum viele Anbieter keine konkreten Preise nennen
Eine fehlende Preisliste kann unterschiedliche Gründe haben.
Jede Website hat einen anderen Umfang
Ein Onepager für einen lokalen Dienstleister ist nicht mit einer mehrsprachigen Unternehmenswebsite, einem Onlineshop oder einem Kundenportal vergleichbar. Seitenzahl, Funktionen, Inhalte und technische Anforderungen beeinflussen den Aufwand erheblich.
Der Anbieter möchte zuerst den Bedarf verstehen
Ein ausführliches Briefing kann verhindern, dass ein Preis genannt wird, der später nicht haltbar ist. Besonders bei Relaunches müssen bestehende Inhalte, Weiterleitungen, Schnittstellen und technische Altlasten zunächst geprüft werden.
Anfragen sollen vorqualifiziert werden
Manche Anbieter führen Interessenten zuerst durch ein Formular oder ein Beratungsgespräch. Dabei werden Ziele, Zeitrahmen und Budget erfragt. So können Anfragen gezielt bewertet und passende Leistungen angeboten werden.
Für den Anbieter ist das effizient. Für dich entsteht allerdings eine Informationslücke: Du musst dich zu erkennen geben, bevor du eine belastbare Preisorientierung erhältst.
Der Preis soll nicht ohne Leistungsumfang verglichen werden
Ein niedriger Betrag wirkt attraktiv, kann aber einen sehr kleinen Leistungsumfang abdecken. Manche Anbieter verzichten deshalb bewusst auf isolierte Zahlen und erklären den Preis erst zusammen mit Konzept, Nutzen und Leistungen.
Der Spielraum für die Kalkulation soll erhalten bleiben
Auch das kann eine Rolle spielen: Ohne öffentliche Preisspanne lässt sich ein Angebot stärker an Projektgröße, Termindruck und Budget des Interessenten anpassen. Das ist nicht grundsätzlich unfair, sollte aber durch eine klare Leistungsbeschreibung und nachvollziehbare Kalkulation ausgeglichen werden.
Warum ein „Ab-Preis“ noch kein Endpreis ist
Ein Einstiegspreis beantwortet meist nur die Frage, ab welchem Betrag ein sehr kleines Projekt theoretisch möglich ist. Er sagt noch wenig darüber aus, was eine typische Unternehmenswebsite am Ende kostet.
Ein Angebot „Website ab 499 Euro“ kann beispielsweise voraussetzen, dass:
- nur eine einzelne Seite erstellt wird,
- ein vorhandenes Design oder Template verwendet wird,
- der Kunde sämtliche Texte und Bilder fertig liefert,
- nur eine Korrekturrunde enthalten ist,
- keine Keyword-Recherche durchgeführt wird,
- Hosting und Wartung zusätzlich berechnet werden,
- zusätzliche Unterseiten einzeln bezahlt werden,
- keine Migration einer bestehenden Website notwendig ist.
Ein Ab-Preis ist daher nicht wertlos. Er wird erst dann hilfreich, wenn gleichzeitig der enthaltene Leistungsumfang veröffentlicht wird.
Was öffentlich beworbene Einstiegspreise zeigen
Für 113 Anbieter ließ sich ein vergleichbarer einmaliger Einstiegspreis für die Erstellung einer Website ableiten. Dabei ergab sich folgende Verteilung:
| Position in der Stichprobe | Öffentlicher Einstiegspreis |
|---|---|
| Unteres Viertel | bis etwa 400 € |
| Mitte der Stichprobe | etwa 800 € |
| Oberes Viertel | ab etwa 1.500 € |
| Oberste 10 Prozent | ab etwa 2.900 € |
Diese Werte dürfen nicht als durchschnittliche Endpreise für professionelle Unternehmenswebsites verstanden werden. Gemessen wurde jeweils der niedrigste erkennbare Einstiegspreis. Außerdem veröffentlichen gerade standardisierte und günstigere Anbieter ihre Preise häufiger als hochindividuell arbeitende Agenturen. Die öffentlich sichtbaren Angebote sind deshalb wahrscheinlich günstiger als der Gesamtmarkt.
Bei 40 vergleichbaren Monatsangeboten lag der Einstieg häufig zwischen 30 und 99 Euro pro Monat. Der mittlere Wert lag bei ungefähr 50 Euro monatlich. Bei solchen Angeboten müssen zusätzlich die Einrichtungsgebühr, Mindestlaufzeit, enthaltenen Änderungen und die Eigentumsfrage geprüft werden.
Was eine Unternehmenswebsite realistisch kosten kann
Der Preis hängt weniger vom Namen des Anbieters als vom tatsächlichen Leistungsumfang ab. Die folgenden Budgetstufen dienen als Orientierung, nicht als verbindliche Marktpreise.
Bis 500 Euro
In diesem Bereich findet man vor allem digitale Visitenkarten, sehr kleine Onepager, stark standardisierte Vorlagen oder Aktionsangebote.
Typischer Umfang:
- eine Seite oder wenige Abschnitte,
- vorgegebenes Grunddesign,
- Inhalte werden größtenteils vom Kunden geliefert,
- einfache Kontaktmöglichkeit,
- begrenzte Korrekturen,
- wenig strategische Beratung.
Dieses Budget kann für einen ersten, sehr einfachen Auftritt ausreichen. Für eine individuell geplante Unternehmenswebsite ist es meist knapp.
500 bis 1.500 Euro
Hier finden sich kompakte Onepager und kleinere Websites mit wenigen Unterseiten. Einige Freelancer und standardisiert arbeitende Anbieter bieten in diesem Bereich bereits solide Lösungen an.
Möglicher Umfang:
- ein Onepager oder ungefähr drei bis fünf Seiten,
- Anpassung eines bestehenden Designsystems,
- mobile Optimierung,
- Kontaktformular,
- grundlegende technische Suchmaschinenoptimierung,
- ein bis zwei Korrekturrunden.
Prüfe besonders genau, ob Texte, Bilder, Hosting und laufende Pflege enthalten sind.
1.500 bis 3.000 Euro
Dieses Budget ermöglicht häufig eine kleinere Unternehmenswebsite mit klarer Struktur und einem Content-Management-System.
Möglicher Umfang:
- ungefähr fünf bis zehn Seiten,
- individuelles oder deutlich angepasstes Design,
- CMS zur eigenen Pflege,
- technische SEO-Grundlagen,
- Unterstützung bei Struktur und Inhalten,
- mehrere Korrekturrunden,
- Einweisung nach der Fertigstellung.
Wie individuell Konzeption, Design und Texte tatsächlich ausfallen, unterscheidet sich in dieser Preisklasse erheblich.
3.000 bis 7.000 Euro
In diesem Bereich lassen sich viele professionell geplante Unternehmenswebsites realisieren. Neben der technischen Umsetzung können Strategie, Nutzerführung, individuelle Seitentypen und Content-Arbeit enthalten sein.
Möglicher Umfang:
- Strategie- oder Konzeptphase,
- individuelles Screendesign,
- mehrere Seitentypen und Leistungsseiten,
- Unterstützung bei Texten und Bildauswahl,
- ausführlichere SEO-Vorbereitung,
- Conversion-Optimierung,
- Schulung, Tests und strukturierter Projektablauf.
7.000 bis 15.000 Euro
Diese Größenordnung ist bei umfangreicheren Unternehmenswebsites, Relaunches und B2B-Projekten realistisch.
Möglicher Umfang:
- Markenarbeit und Zielgruppenarbeit,
- individuelles Designsystem,
- größere Seitenstruktur,
- professionelle Texterstellung,
- Daten- oder Inhaltsmigration,
- Mehrsprachigkeit,
- Schnittstellen und besondere Funktionen,
- Qualitätssicherung auf vielen Geräten,
- SEO-Begleitung beim Relaunch.
Ab 15.000 Euro
Komplexe Corporate Websites, Portale, individuelle Anwendungen und größere Onlineshops können deutlich mehr kosten.
Preissteigernd wirken unter anderem:
- zahlreiche Seitentypen,
- individuelle Programmierung,
- Benutzerkonten oder geschützte Bereiche,
- Schnittstellen zu CRM, ERP oder Warenwirtschaft,
- umfangreiche Produktdaten,
- mehrere Sprachen und Märkte,
- Nutzerforschung und Tests,
- hohe Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit oder interne Freigabeprozesse.
Die wichtigsten Kostenfaktoren
Seitenzahl und Seitentypen
Zehn ähnlich aufgebaute Leistungsseiten können weniger Aufwand verursachen als drei technisch und gestalterisch völlig unterschiedliche Seiten. Entscheidend ist daher nicht nur die Seitenzahl, sondern auch die Zahl der benötigten Layouts und Funktionen.
Individuelles Design oder Vorlage
Ein bestehendes Template lässt sich schneller anpassen als ein Design, das von Grund auf für das Unternehmen entwickelt wird. Individuelles Design kann die Marke besser abbilden, benötigt aber Konzeption, Entwürfe, Abstimmung und Tests.
Texte und Inhaltsstrategie
Gute Website-Texte entstehen nicht nur durch sprachliche Überarbeitung. Leistungen müssen verstanden, Zielgruppen priorisiert und Inhalte strukturiert werden. Werden Texte vollständig erstellt, steigt der Projektaufwand deutlich.
Fotos, Grafiken und Videos
Stockbilder sind günstiger als ein individuelles Fotoshooting. Eigene Illustrationen, Animationen, Produktvideos oder Infografiken können den Preis zusätzlich erhöhen.
Suchmaschinenoptimierung
„SEO inklusive“ kann lediglich bedeuten, dass Seitentitel und Überschriften technisch eingetragen werden. Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, Inhaltsplanung, lokale Suchmaschinenoptimierung und eine Relaunch-Begleitung sind wesentlich umfangreicher.
Funktionen und Schnittstellen
Terminbuchung, Newsletter, Mehrsprachigkeit, Bewerbungsformulare, Mitgliederbereiche, Produktfilter oder CRM-Anbindungen verursachen zusätzlichen Aufwand für Konzeption, Entwicklung und Tests.
Übernahme einer bestehenden Website
Bei einem Relaunch müssen Inhalte, URLs, Rankings, Formulare und Weiterleitungen erhalten oder sauber ersetzt werden. Eine scheinbar kleine Überarbeitung kann dadurch aufwendiger sein als eine neue kompakte Website.
Projektmanagement und Abstimmung
Workshops, Präsentationen, Dokumentation, feste Ansprechpartner und koordinierte Freigaben kosten Zeit. Diese Leistungen sind nicht direkt auf der Website sichtbar, können aber entscheidend für einen verlässlichen Projektverlauf sein.
Einmalzahlung oder Website-Abo?
Beide Modelle können sinnvoll sein. Entscheidend ist die Gesamtrechnung über mehrere Jahre.
Einmalzahlung
Vorteile:
- Projektkosten sind nach der Erstellung weitgehend abgeschlossen.
- Die Website kann dem Kunden vollständig gehören.
- Hosting und Wartung lassen sich häufig frei wählen.
- Langfristig kann das Modell günstiger sein.
Mögliche Nachteile:
- höhere Anfangsinvestition,
- Wartung und Weiterentwicklung müssen separat organisiert werden,
- größere Änderungen verursachen neue Projektkosten.
Monatsabo oder Website-Miete
Vorteile:
- geringe Anfangsinvestition,
- planbare monatliche Kosten,
- Hosting, Updates und kleinere Änderungen können enthalten sein,
- technischer Betrieb liegt häufig beim Anbieter.
Mögliche Nachteile:
- Mindestlaufzeiten oder Einrichtungsgebühren,
- langfristig möglicherweise höhere Gesamtkosten,
- unklare Eigentumsrechte und Umzugsrechte,
- Abhängigkeit vom Anbieter,
- Zusatzkosten bei Überschreitung des Änderungskontingents.
Beispielrechnung über fünf Jahre
Ein Angebot über 59 Euro monatlich kostet in fünf Jahren 3.540 Euro. Kommen einmalig 500 Euro Einrichtung hinzu, beträgt die Gesamtsumme 4.040 Euro. Ein Kaufangebot über 2.500 Euro plus 30 Euro monatlich für Hosting und Wartung kostet im gleichen Zeitraum 4.300 Euro.
Das Beispiel zeigt: Der Monatsbetrag allein sagt wenig aus. Vergleiche immer die Gesamtkosten für mindestens drei bis fünf Jahre. Berücksichtige dabei auch, wem die Website nach Vertragsende gehört.
Häufig übersehene Zusatzkosten
| Kostenpunkt | Vor Beauftragung klären |
|---|---|
| Domain | Auf wessen Namen wird sie registriert? |
| Hosting | Monatspreis, Speicher, Backups und Kündigungsfrist |
| Wartung | Welche Updates und Reaktionszeiten sind enthalten? |
| Lizenzen | Verlängern sie sich jährlich und sind sie übertragbar? |
| Texte | Werden sie geliefert, überarbeitet oder vollständig erstellt? |
| Bilder | Stocklizenzen, individuelle Fotos oder KI-Bilder? |
| Zusätzliche Seiten | Preis pro Seite oder Seitentyp |
| Korrekturen | Anzahl der enthaltenen Runden und Stundensatz danach |
| SEO | Nur technisches Grundsetup oder echte Recherche und Optimierung? |
| Datenschutz | Technische Umsetzung, Rechtstexte und Zuständigkeiten trennen |
| Barrierefreiheit | Welcher Standard wird geprüft und dokumentiert? |
| Migration | Inhalte, E-Mails, URLs und Weiterleitungen enthalten? |
| Schulung | Einweisung und Dokumentation inklusive? |
| Übergabe | Zugänge, Dateien, Datenbank und Designbestandteile enthalten? |
So vergleichst du zwei Website-Angebote richtig
Vergleiche niemals nur die Endsumme. Lege die Angebote nebeneinander und prüfe dieselben Kriterien.
1. Ist der Projektumfang eindeutig beschrieben?
Im Angebot sollten Seitenzahl, Seitentypen, Funktionen und technische Plattform genannt werden. Formulierungen wie „professionelle Website“ oder „SEO inklusive“ sind allein zu ungenau.
2. Wer liefert Texte und Bilder?
Wenn du alle Inhalte selbst liefern musst, ist ein günstigerer Preis nachvollziehbar. Sind Strategie, Redaktion und Bildauswahl enthalten, muss dieser zusätzliche Aufwand berücksichtigt werden.
3. Wie viele Korrekturen sind enthalten?
Unbegrenzte Änderungen klingen attraktiv, sind aber häufig durch Laufzeit, Fair-Use-Regeln oder enge Definitionen begrenzt. Ein klar benanntes Kontingent ist besser vergleichbar.
4. Welche laufenden Kosten entstehen?
Notiere Hosting, Wartung, Lizenzen, Support und optionale Pflege getrennt. Berechne daraus die Gesamtkosten über drei und fünf Jahre.
5. Wem gehört die Website?
Kläre, ob du Domain, Inhalte, Zugänge, Datenbank und verwendete Dateien vollständig erhältst. Frage auch, ob die Website zu einem anderen Anbieter umziehen kann.
6. Was bedeutet Suchmaschinenoptimierung konkret?
Lass dir im Angebot aufzählen, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Dazu können Keyword-Recherche, Seitenstruktur, Metadaten, Weiterleitungen, strukturierte Daten, Ladezeit und lokale Optimierung gehören.
7. Was passiert nach der Veröffentlichung?
Prüfe, wie Fehler behoben werden, wie lange Support enthalten ist und wer Sicherheitsupdates übernimmt. Auch Reaktionszeiten sollten bei geschäftskritischen Websites festgelegt werden.
Zehn Fragen, die du jedem Webdesigner stellen solltest
- Welche konkreten Leistungen sind im genannten Preis enthalten?
- Welche Leistungen werden erfahrungsgemäß zusätzlich benötigt?
- Sind alle Preise netto oder brutto angegeben?
- Wie viele Seiten, Seitentypen und Korrekturrunden sind enthalten?
- Wer erstellt oder überarbeitet Texte und Bilder?
- Welche monatlichen und jährlichen Kosten entstehen nach dem Start?
- Wem gehören Domain, Website, Inhalte und Zugangsdaten?
- Kann die Website später zu einem anderen Anbieter umziehen?
- Welche SEO-Maßnahmen werden tatsächlich umgesetzt?
- Was kostet eine zusätzliche Änderung nach Projektabschluss?
Mein Vorschlag für transparentere Webdesign-Angebote
Ein faires Webdesign-Angebot muss nicht für jedes Projekt einen starren Festpreis nennen. Es sollte Interessenten aber eine realistische Orientierung geben.
Aus unserer Sicht gehören mindestens folgende Angaben auf eine Angebots- oder Preisseite:
- ein Einstiegspreis oder eine realistische Preisspanne,
- ein konkretes Beispielprojekt mit Leistungsumfang,
- eine Liste der enthaltenen Leistungen,
- typische Zusatzleistungen mit Preisen oder Preisrahmen,
- alle laufenden Kosten,
- Mindestlaufzeit und Kündigungsbedingungen,
- Zahl der enthaltenen Korrekturen,
- klare Aussagen zu Eigentum und Übergabe,
- Kennzeichnung als Netto- oder Bruttopreis,
- Erklärung, welche Faktoren den Endpreis verändern.
Transparenz bedeutet nicht, dass jedes Projekt gleich viel kosten muss. Transparenz bedeutet, dass Interessenten verstehen können, wie ein Preis entsteht und welche Gesamtkosten sie erwarten dürfen.
Muster für eine transparente Preisdarstellung
Damit kennt der Interessent den wahrscheinlichen Budgetrahmen, ohne dass der Anbieter ein komplexes Projekt ungesehen pauschal kalkulieren muss.
Fazit: Der beste Preis ist ein nachvollziehbarer Preis
Die Auswertung zeigt ein geteiltes Bild. Einige Webdesigner veröffentlichen klare Pakete, Einstiegspreise und laufende Kosten. Andere geben lediglich allgemeine Marktspannen an oder nennen einen Preis erst nach einer Anfrage. Mehr als die Hälfte der geprüften Anbieter-Websites zeigte keinen direkt vergleichbaren eigenen Projektpreis.
Eine fehlende Preisliste macht einen Anbieter nicht automatisch schlecht. Umgekehrt garantiert ein niedriger Festpreis keine vollständige oder hochwertige Leistung. Entscheidend ist, ob Preis, Umfang, Folgekosten und Eigentumsverhältnisse verständlich dokumentiert sind.
Wer eine Website erstellen lassen möchte, sollte deshalb nicht nach dem billigsten Angebot suchen, sondern nach dem Angebot, dessen Leistung und Gesamtkosten am klarsten nachvollziehbar sind.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Website
Was kostet eine einfache Unternehmenswebsite?
Eine sehr einfache Website kann bereits für einige hundert Euro angeboten werden. Für eine individuellere kleine Unternehmenswebsite mit mehreren Seiten, CMS, mobiler Optimierung und technischer SEO-Grundlage ist häufig ein Budget im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich realistischer. Der genaue Preis hängt vor allem von Inhalt, Design und Funktionen ab.
Warum unterscheiden sich Webdesign-Preise so stark?
Unter dem Begriff Website werden sehr unterschiedliche Leistungen verkauft. Ein angepasstes Template benötigt weniger Zeit als Strategie, individuelles Design, Texterstellung, Programmierung und ausführliche Tests. Auch Erfahrung, Projektmanagement, Standort und Spezialisierung beeinflussen die Kalkulation.
Ist eine Website für 500 Euro automatisch schlecht?
Nein. Ein günstiges Angebot kann für einen kleinen, klar begrenzten Auftritt ausreichen. Entscheidend ist, ob der Leistungsumfang zum Ziel passt. Problematisch wird es, wenn wichtige Leistungen fehlen, die Website nicht erweitert werden kann oder später unerwartete Zusatzkosten entstehen.
Sind monatliche Website-Angebote günstiger?
Kurzfristig benötigen Monatsmodelle weniger Startkapital. Langfristig sind sie nicht automatisch günstiger. Berechne Einrichtung, Monatsgebühren und Zusatzleistungen über drei bis fünf Jahre. Prüfe außerdem Mindestlaufzeit, Kündigung und Eigentum nach Vertragsende.
Was kostet die laufende Betreuung einer Website?
Die Kosten hängen davon ab, ob nur Hosting und Updates oder auch regelmäßige inhaltliche Änderungen, Support und Optimierung enthalten sind. Ein niedriger Monatsbetrag kann ein enges Leistungspaket abdecken. Lass dir daher das enthaltene Zeit- oder Änderungskontingent schriftlich nennen.
Sollte ein Webdesigner Preise öffentlich nennen?
Ein vollständiger Festpreis ist ohne Briefing nicht immer möglich. Eine realistische Preisspanne, ein Beispielprojekt und transparente Zusatzkosten sind jedoch fast immer darstellbar. Dadurch können Interessenten ihr Budget einschätzen, bevor sie persönliche Daten angeben oder Zeit in ein Beratungsgespräch investieren.
Was sollte in einem Website-Angebot enthalten sein?
Ein gutes Angebot beschreibt Konzeption, Design, Seitenumfang, technische Umsetzung, Inhalte, SEO, Korrekturen, Zeitplan, laufende Kosten und Übergabe. Zusätzlich sollte klar sein, welche Leistungen nicht enthalten sind und zu welchem Preis spätere Änderungen abgerechnet werden.
Du möchtest deine Website realistisch kalkulieren?
Beschreibe uns kurz dein Unternehmen, die gewünschte Seitenzahl, benötigte Funktionen und vorhandene Inhalte. Du erhältst eine nachvollziehbare Einschätzung mit Leistungsumfang, einmaligen Kosten und möglichen Folgekosten. Alle Positionen werden verständlich aufgeschlüsselt und es gibt keine versteckten Kosten.